Alan Bangs Wiki

Hier gibt es unsere überarbeitete Version von Alan’s Wikipedia Eintrag.
Wir haben ihn aktualisiert, seine Gast-DJ Arbeiten bei den Nachtsession’s
sind immer noch nicht vorhanden und einige persöhnliche Statements
über seine Arbeit und sein Denken kamen hinzu.
Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen.
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Alan John Bangs (* 10.6.51 in London) ist ein britischer Musikjournalist und Radiomoderator. Er erwarb ein Diplom in Communication Studies an der Polytechnic of Central London (PCL), heute University of Westminster.
Seine Karriere begann beim BFBS Germany, wo er Samstag nachts in der Sendung „Nightflight“ von 1975 bis 1989 Musik vorstellte, die in keine gängigen Schablonen passte. Das waren in den ersten Jahren, der späten Stunde angemessen, eher ruhige Stücke etwa von John Fahey oder Ry Cooder, aber auch Kevin Coyne oder Neil Young. Gegen Ende der 70er Jahre gehörte er zu den ersten, die Interpreten wie Television oder Patti Smith ins Programm aufnahmen. Kurzfristig moderierte er für den BFBS eine zweite Sendung, die er in Anlehnung an die erste LP von Pere Ubu: „The Modern Dance“ nannte, in der diese neue Musik ein Forum erhielt.
Größere Bekanntheit erreichte er als Moderator der Fernseh-Sendung Rockpalast im WDR und der Rockpalast Nacht in der ARD. 1984 und 1985 moderierte er montags den Musik Convoy im WDR-Regionalfernsehen. Auch beim WDR-Hörfunk war er aktiv, erst beim WDR 2, ab 1986 beim WDR 1. Dort moderierte er die WDR-Ausgabe des ARD-Nachtrock, die dienstags nachts gesendet wurde. Er moderierte Ende der 80er/Anfang der 90er die Alan Bangs Connection, anfangs samstags, später dienstags und dann in der ARD-Rocknacht aufgehend. In der Connection stellte er in den Sendungen Beziehungen unterschiedlichster Art zwischen den von ihm gespielten Liedern her (z.B. nur Coverversionen, nur unplugged, bestimmtes Erscheinungsjahr, bestimmter Name oder Begriff im Titel, nur von einer bestimmten Person produziert u.v.a.m.). Des musikalischen Inhalts wegen wurde diese Sendung später vom Bayerischen Rundfunk nicht mehr ausgestrahlt, was sehr kritisiert wurde. Weitere Engagements folgten unter anderem bei den Sendern NDR, Sat.1, VH-1 und insbesondere bei den Live-Konzerten „Ohne Filter“ der ARD. Im Juni 2003 moderierte er den Rockpalast live vom Rock am Ring.
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Bangs plädiert für mehr Kreativität bei der Programmgestaltung als Gegenstück zum Formatradio:
„Ich möchte Leute hören, die sich für bestimmte Sachen interessieren, die sich die Mühe machen, Sachen zu finden, die ich vielleicht sonst nicht hören würde. Die Stücke spielen, weil sie meinen, daß andere Menschen sie einfach hören müssen.“

Über das Radio und seine Sendungen:
„Wenn man im Radio erzählt, steht man nicht auf einer Bühne, auch nicht in einer Kirche, nicht einmal in einem Sendesaal. Man sitzt ganz alleine im Studio, wie in einer Raumkapsel. Die Tür bleibt zu, dem Ton zuliebe. Und irgendwo da draußen empfängt jemand was du sagst oder was du spielst. Es geht also ums Empfangen, nicht ums Senden.“
„Für mich war es immer unglaublich wichtig, wie man eine Sendung aufbaut,
wie man es zusammenstellt. Das ist vielleicht der Unterschied, wenn man so will, zwischen dem was ich mache und was John Peel gemacht hat. Die Reihenfolge war für mich immer das Entscheidende, was ich erzähle ergibt sich dann durch die Zusammenstellung. Für mich muss eine Sendung einfach funktionieren, auch wenn sie nur nebenbei gehört wird. Wichtig ist für mich die Grundstimmung, die Musik und Sprache zusammen erzeugen.
Radio ist eigentlich ganz einfach, du musst erst von irgendetwas begeistert sein. Und dann musst du in der Lage sein, diese Begeisterung zu vermitteln, weiter zu geben. Ich habe z.B. einmal Keith Richards gefragt: “Was soll auf deinem Grabstein stehen?“ Und ohne lange nachzudenken sagte er: “Ganz einfach: Er hat es weiter gegeben!“ He pasted on!”

Er war bekannt dafür, in seinen Sendungen manchmal ganz außergewöhnliche Konzepte zu verfolgen. So spielte er einmal eine ganze Stunde lange nur Coverversionen von Fever. In seiner Unbekümmertheit, seinem Mut und seiner musikalischen Aufgeschlossenheit stand ihm John Peel nahe. Dass er in einer „Popsendung“ auch klassische Musik vorstellte, dürfte mit dazu geführt haben, dass ihn der WDR von seinen Aufgaben entband. Nachdem der WDR 1 1995 in die Jugendwelle Eins Live umgewandelt wurde, gab es für ihn beim WDR auch kein Betätigungsfeld mehr.

Durch die Initiative von Walter Meier wurde Alan ständiger Gast DJ in den Nachtsession’s, welche jeweils in der Nacht vom Freitag zum Samstag auf Bayern2 ausgestrahlt werden. Seine 1.Nachtsession war am 18.02.2000 und seit dieser ist er jeweils 3 bis 4mal pro Jahr zu hören – die letzte Sendung wurde am 1.12.2012 ausgestrahlt.

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