Die Geschichte von Chris Deschner und John Vaughan oder wie ihre Musikerlaufbahn den Weg zu Alan Bangs fand

Es ist das erste Mal, dass hier auf dem FOA Blog ein Musiker seine Geschichte erzählt, welche natürlich auch mit Alan Bangs verbunden ist. Chris Deschner ist Musiker (Gitarre und Gesang), Dozent, spielte in der John Vaughan Band, sowie in vielen weiteren Gruppen und mit „CHEROKEE MOON“ 1996 erschien sein erstes Solo-Album. Hier seine Geschichte in einem von ihm selbst verfassten Text.

Geboren am 14. April 1952 in Erfurt siedelte ich mit meiner Familie 1957 nach (West-) Berlin um, was seitdem mein fester Wohnsitz ist. Von 1972 an bestritt ich Auftritte auf den Berliner Kleinkunstbühnen wie Steve Club, Go-In und Folk-Pub, solistisch sowie in diversen Bandformationen.

Seit 1975 arbeite ich auch als Dozent für Gitarre und halte Shows und Workshops im In- und Ausland. John Vaughan’s selbstfinanziertes Schallplattendebut „Somewhere In Europe” fand in der Fachpresse große Beachtung. Auch meine Gesangs- und Gitarrenvirtuosität wurde sehr gelobt. John’s Album erregte 1977 auch die Aufmerksamkeit von ALAN BANGS, der die Titel „Me And Whiskey“ und „To The Old Chap“ daraus in zwei seiner Night Flight Sendungen zu Gehör brachte. Dies veranlasste die  Musiker John Vaughan, Hans-Dieter Lorenz, Christian Evans und mich zu einer gemeinsamen Bandprobe. Meine eigene Version des „Water Song“ brachte uns vier grundverschiedene Musiker dazu uns zu einer Band zusammen zu schließen. Es entstand die von Monika Neumann gemanagte John Vaughan Band, die noch im selben Jahr eine zweiwöchige Clubtournee durch West-Deutschland unternahm und anschließend auch in den einschlägigen Berliner Musikclubs live zu erleben war.

Lübeck 1977

The John Vaughan Band, Quasimodo 1978

Darüber hinaus spielte diese Band fünf Titel im Berliner Sinus- Tonstudio ein, die für ein zweites Album von John vorgesehen waren, seinerzeit aber nicht veröffentlicht wurden. Dem Berliner Musikkritiker Wolfgang Doebeling (Rolling Stone Germany) ist es zu verdanken, dass diese Aufnahmen nicht in der Obskurität versanken, sondern an ALAN BANGS weitergeleitet wurden, der sie in drei seiner Night Flight Sendungen vom Januar bis März 1978 vorstellte und ausführlich kommentierte. Alan war von den Aufnahmen sogar beeindruckt genug, um einen Auftritt der Band im seinerzeit gerade ins Leben gerufenen WDR-Rockpalast anzuregen. Dies scheiterte indes an diversen Verpflichtungen, welche wir Musiker einzuhalten gezwungen waren: so löste sich die Band im Sommer 1978 schließlich auf.

 

Erst 1996 erscheint mit CHEROKEE MOON mein erstes, in den USA aufgenommenes und von Ornament Records vertriebenes Solo-Album beim Star Cluster Buchverlag. Ein Jahr darauf übernimmt Star Cluster auch die Gestaltung meines zweiten Solo-Albums WITHOUT LOOKING BACK, inklusive eines Duettes mit Townes Van Zandt. Auch meine Kollegen spielen und veröffentlichen ihre gemeinsam mit mir komponierten Songs, so z.B. David Munyon („Guitar Road“ auf POET WIND, Stockfisch Rec.) und Billy Goodman with Steve Kimock („You Are With Me“ auf deren Album BIG RED BARN SESSIONS).

JOHN VAUGHAN verstarb am 14. März 2020 nach einwöchigem Koma an Herzversagen. Diese Seite soll ihm gewidmet sein. R.I.P., John !!!

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Fotoserie:

David Munyon, Knaack Club 1997

Tony Sheridan, Go-In 1988

Bob Neuwirth & Steve Young, Quasimodo 1991

Iain Matthews, ORB Radio 1998

Billy Goodman, Dio’s Musikcafé 2015

Comments

  1. Smile, never seen this video before Chris……I am honored that you included it. We should do this sooner more. I originally owned this link cos of John’s name. I have mentioned to a few people already that we REALLY need to honor our departed and inspirational heroes, if which John was certainly one as well as Werner . Is there anything happening on that front? Commemorative CD? Concerts? Please keep me in touch if there is…..I would very much like to contribute. And….. well just keep up the good stuff.

  2. Du bist nicht nur ein genialer Musiker, sondern auch ein toller Mensch, der auf beiden Wegen mitten in’s Herz treffen kann. You’re not only such a fuck good musician….no , you’re a really good and important parcel on this planet in the theme of love and peace.

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